Briefe gegen Grenzen: Geschichten, die verbinden
ttt am 29. Juni 2025 mit Einblicken in Ardern, Bundeswehr-Neuausrichtung und Klima-Kunst
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Die kommende Ausgabe der Kultursendung „ttt – titel thesen temperamente“ (rbb) wirft einen vielschichtigen Blick auf aktuelle gesellschaftliche, politische und kulturelle Themen. Am Sonntag, dem 29. Juni 2025, um 23:35 Uhr im Ersten, führt Moderatorin Siham El-Maimouni durch eine Sendung voller bewegender Geschichten, Analysen und Porträts.
„Über den Hass hinweg“: Brieffreundschaft zwischen Tel Aviv und Teheran
Ein zentrales Thema der Sendung ist die ungewöhnliche Brieffreundschaft zwischen Katharina Höftmann Ciobotaru, einer Autorin aus Tel Aviv, und Sohrab Shahname, Fotograf und Journalist aus Teheran. Obwohl beide aus Ländern stammen, deren politische Beziehungen von Feindseligkeit geprägt sind, führen sie einen offenen und ehrlichen Austausch über soziale Medien. Themen wie Liebe, Herkunft, Religion und die alltäglichen Herausforderungen in ihren jeweiligen Ländern stehen im Mittelpunkt ihres Dialogs.
Dieser Dialog zeigt eindrücklich, wie gegenseitiges Verständnis und persönlicher Kontakt Brücken bauen können – selbst über nationalstaatliche Grenzen und politische Feindschaften hinweg.
Jacinda Ardern: Ein anderes Verständnis von Macht
Im Segment „A Different Kind of Power“ geht es um die Autobiografie der früheren neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern. Ardern steht weltweit für Empathie, Nahbarkeit und Zuversicht. Sie trat 2023 mit den Worten zurück: „Ich habe keine Kraft mehr“. Ihre Erinnerungen bieten Inspiration und liefern Impulse für einen empathischen Umgang mit Macht, der über Konkurrenz und Ausgrenzung hinausgeht.
Bundeswehr und Gesellschaft: Die „Zeitenwende“
Ein weiteres zentrales Thema ist die gesellschaftliche und politische Neuausrichtung der Bundeswehr. Der verstärkte Auslandseinsatz – insbesondere die Verlegung von fast 5000 Soldaten nach Litauen – markiert einen historischen Bruch. Auch das Angebot von „Schnupperkursen“ für Jugendliche ab 15 Jahren, die Kasernen besuchen und das Soldatenleben kennenlernen können, steht im Fokus.
Ein ehemaliger Soldat berichtet zudem von seinen Erfahrungen und den Herausforderungen, die das Ziel der „Kriegstüchtigkeit“ mit sich bringt.
Interview mit Hartmut Rosa: Dynamik der deutschen Gesellschaft
Im Gespräch mit Hartmut Rosa, Soziologe und Direktor des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt, richtet sich der Blick auf die Dynamik der deutschen Politik und Gesellschaft. Rosa beschreibt die Situation als „rasenden Stillstand“ und analysiert, wie internationale Konflikte zunehmend militärische Lösungen nach sich ziehen.
Michael Sowa: Kunst zwischen Idyll und Klimaangst
Die Sendung würdigt den 80. Geburtstag des renommierten Malers Michael Sowa. Unter dem Titel „Fragile Idyllen“ erscheint ein Bildband mit seinen wichtigsten Werken, ergänzt durch eine Einzelausstellung im Frankfurter Museum für Komische Kunst. Sowa ist bekannt für seine detailverliebten, altmeisterlichen Landschaftsgemälde, in denen Tiere oft als skurrile Protagonisten auftreten und die Realität in etwas Fantastisches verkehren. Besonders im Kontext der Klimakrise verschmelzen in seinen neuesten Arbeiten düstere Motive mit überraschender Leichtigkeit.
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