Schwedt am Limit: Zukunft der Raffinerie ungewiss

Unsicherheit bei PCK Schwedt bedrängt 1.200 Jobs – AfD fordert klare Arbeitsplatzgarantie und Ende des Öl-Embargos für regionale Stabilität.

Von Die Brandenburg Zeitung2 Min. Lesezeit

Die Unsicherheit um die Arbeitsplätze bei der PCK-Raffinerie in Schwedt hält weiterhin an. Rund 1.200 Beschäftigte blicken seit über zwei Jahren mit Sorge in die Zukunft – eine Situation, die nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Familien und die gesamte Region belastet. Die AfD-Fraktion im Landtag setzt sich nun mit einem Antrag dafür ein, dass die Landesregierung auf Bundesebene klar Stellung bezieht und nachhaltige Lösungen für die Betroffenen schafft.

Kernforderungen für mehr Arbeitsplatzsicherheit

Mit Nachdruck verlangt die AfD-Fraktion von der Landesregierung ein eindeutiges Handeln zugunsten der Beschäftigten in Schwedt. Der vorgelegte Antrag enthält folgende zentrale Forderungen:

  • Dauerhafte Beschäftigungsgarantie: Die PCK-Beschäftigten sollen nicht weiter mit befristeten Zusagen leben, sondern eine verbindliche Zusicherung für ihre Arbeitsplätze erhalten.
  • Beendigung des einseitigen Öl-Embargos: Laut Antrag trifft das Embargo weniger Russland als vielmehr die Region, Industrie und Stadt Schwedt selbst.
  • Konkreter Zukunftsplan für PCK: Bis spätestens Ende des Jahres soll ein tragfähiges Konzept für die Zukunft des Standorts vorgelegt werden – mit klaren Aussagen anstelle vager Ankündigungen.
  • Stimmen aus der Region

    Der Wahlkreisabgeordnete für Schwedt unterstreicht die Dringlichkeit der Situation: „Wer seit Jahrzehnten für eine sichere Energieversorgung und Industriearbeitsplätze sorgt, darf nicht von Monat zu Monat zittern müssen. Die Beschäftigten und ihre Familien benötigen Verlässlichkeit – und zwar jetzt.“

    Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Rescher hebt die Bedeutung stabiler Rahmenbedingungen für die Region hervor: „Ohne Arbeitsplätze gibt es keine Sicherheit – nicht für Familien, nicht für die Stadt und nicht für die ganze Region. Wer ernsthaft von Strukturwandel spricht, muss zuerst Stabilität schaffen. Den Menschen in Schwedt darf nicht länger nur Hoffnung gemacht werden – man muss ihnen endlich eine Zukunft geben.“

    Forderung nach Planbarkeit und klarer Kommunikation

    Die Beschäftigten bei PCK verlangen nach klaren Perspektiven. Unsicherheit und „wir prüfen“ reichen laut Antrag nicht mehr aus. Ein nachvollziehbarer, politisch befürworteter Fahrplan soll der Stadt und ihrer Industrie wieder Vertrauen geben. Die Initiative der AfD-Fraktion legt damit den Fokus auf langfristige Planungssicherheit für die Region.

    Hintergrund zum Öl-Embargo

    Das einseitige Öl-Embargo steht seit Monaten in der Kritik – laut Antrag der AfD-Fraktion seien die Auswirkungen auf Schwedt gravierender als die Wirkung auf das sanktionierte Russland.

    Die Zukunft der PCK-Raffinerie und ihrer Mitarbeiter bleibt weiterhin Thema intensiver Diskussionen im Landtag. Eine zeitnahe und konkrete Lösung ist gefordert – für die Beschäftigten und die gesamte Stadt Schwedt.

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